Die fünf größten Stressfaktoren bei der Arbeit

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Ständig quatschende Kollegen, und Kaffee hat auch keiner gekauft? Nein – die fünf größten Ärgernisse im Büro sind ganz andere.

Alles, was die Arbeit blockiert, stresst auch. Situationen im Job, die man in letzter Zeit als stressig empfunden hat, fallen wahrscheinlich jedem ein: das Projekt neulich, in dem tagelang nichts voranging, weil die Agentur, mit der man zusammenarbeitete, nicht aus dem Quark kam; eine endlose Liste mit To-Dos, und das nervige Gefühl, ständig an irgendwas herumzuschrauben, anstatt effektiv die Liste nach Prioritäten abzuarbeiten; die Liste könnte jeder individuell für seinen Job wahrscheinlich ewig fortsetzen, mit kleineren und größeren Ärgernissen, mit denen man sich täglich herumschlagen muss.

Aber welche Dinge sind es, die Mitarbeitern am allermeisten stressen? „Wrike“, ein Unternehmen für Projektmanagement-Software, hat kürzlich den „Work Management Report 2015“ veröffentlicht, für den die Firma 1500 Mitarbeiter aus unterschiedlichen Branchen befragt hat.

Der Studie zufolge sind das die fünf größten Stressfaktoren bei der Arbeit:

  1. Fehlende Informationen

Du bist bis in die Haarspitzen motiviert, du hast Zeit, du brennst darauf, loszulegen – aber dir fehlen wichtige Informationen, um ein Projekt zu beginnen oder weiter voranzukommen? Genau das stresst auch andere am allermeisten, wie die „Wrike“-Studie herausfand. Klar, dass die Leute von „Wrike“, die ja nun mal solche Software herstellen, empfehlen, Systeme oder bestimmte Tools zu nutzen, die die Arbeit für alle im Team transparent machen, grundsätzlich gilt: Egal mit welchen Mitteln, wenn bei der Arbeit an einem Projekt immer und für jeden nachvollziehbar ist, warum es an einer Stelle hakt, und warum, und wer dafür verantwortlich ist, das zu beheben, dann funktioniert die Kommunikation besser und es kann effektiver gearbeitet werden.

  1. Probleme, Prioritäten richtig zu setzen

Die To-Do-Liste ist ohnehin schon ewig lang, dann bittet die Kollegin, mal eben kurz und möglichst sofort über eine wichtige Präsentation drüberzulesen, gleichzeitig gibt es ein Meeting vorzubereiten und den neuen Praktikanten einzuarbeiten, damit der möglichst schnell Aufgaben übernehmen kann – aber was denn bitteschön zuerst? Was einfach klingt, ist im realen Arbeitsalltag oft schwer zu bewerkstelligen: Die Aufgaben von, am wichtigsten’ bis, nicht so wichtig’ der Reihe nach abarbeiten – und nicht gleichzeitig an verschiedenen Baustellen arbeiten. Denn Multitasking führt nicht dazu, dass wir Dinge schneller erledigen – im Gegenteil.

  1. Unrealistische Zielsetzungen

Die Chefin drückt einem mal eben ein neues Projekt aufs Auge, mit dem ermunternden Hinweis, in zwei Wochen ist Antragsabgabe? Kann man ihr kaum vorwerfen, dass sie denkt, dass wir das schon prima schaffen, wenn sie keine Ahnung davon hat, was sonst noch so auf unserem Schreibtisch unbearbeitet herumliegt. Unrealistische Zielsetzungen sind oft das Ergebnis mangelnder Kommunikation. Das bedeutet, auch wenn es schwerfällt: offen mit Kollegen und Vorgesetzten kommunizieren, wenn man Deadlines nicht einhalten kann und mehr Zeit für Aufgaben braucht, anstatt ungehört und verzweifelt im Hamsterrad zu rennen, um es irgendwie doch noch zu schaffen.

  1. Deadlines, die sich ständig ändern

In beide Richtungen frustrierend: Der Abgabetermin für eine wichtige Präsentation wird vom Teamleiter plötzlich zwei Tage vorverlegt, und man selbst legt mal wieder eine Nachtschicht ein, um es irgendwie noch zu schaffen. Genauso sauer reagiert man in der Regel, wenn es andersrum läuft: Da geht man auf dem Zahnfleisch, weil man den Abgabetermin unbedingt einhalten wollte, um dann in einer legeren Mail mitgeteilt zu bekommen, dass man doch noch bis nächste Woche Zeit hat. Argh! Aber, so wird Andrew Filev, CEO und Gründer von „Wrike”, in der Studie zitiert: Diese Art von Frust sei unbefriedigend und einfach nicht mehr zeitgemäß: „Die Realität im Arbeitsleben ändert sich schnell, Märkte sind schnelllebig, Technologie ist schnelllebig, und weil wir so ständig neue Informationen bekommen, muss man Entscheidungen oft revidieren.” Deshalb, sagt er, sei es sinnvoller, sich mit diesen Umständen zu arrangieren, anstatt sich darüber zu ärgern.

  1. Fehlende Leadership

Ein Klassiker: Die Vorgesetzten machen keine Ansagen, lavieren herum, lassen ihr Team in der Luft hängen; das frustriert natürlich alle, die davon betroffen sind; Andrew Filev weist aber darauf hin, dass auch Chefs nur Menschen seien – und oft genauso überfordert wie wir selbst. Sein Rat: Sich erstmal immer bewusst machen, dass auch Vorgesetzte nicht unfehlbar sind; und nie vergessen, dass Kommunikation das wichtigste Mittel ist, um Unklarheiten zu beseitigen; also um ein Gespräch bitten und gut vorbereitet und respektvoll zum Ausdruck bringen, in welchem Bereich man klare Ansagen vermisst.

Quelle: https://spielraum.xing.com/2015/11/das-sind-die-fuenf-groessten-stressfaktoren-bei-der-arbeit/

Beste Grüße
Rainer Winter

#crestcoming

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