Das zeichnet charismatische Führungskräfte aus

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Der eine hat es, der andere nicht. Der eine strahlt es aus, der andere wird es nie ausstrahlen. Charisma gilt als Naturgeschenk, über das wir uns freuen oder über dessen Abwesenheit wir uns ärgern können. Und das vor allem Führungskräfte dringend benötigen. Aber ist das wirklich so? Oder kann man sich Charisma antrainieren? Mit diesen 8 Tipps werden Sie charismatischer …

Charisma: Üben, üben, üben

Olivia Fox Cabane ist hauptberufliche Charismatikerin. Die Franko-Amerikanerin hält Reden, coacht und schreibt Bücher. Wenn sie auf Konferenzen oder Cocktailpartys erzähle, dass sie Charisma lehre, bekomme sie immer wieder die gleichen Sätze zu hören. „Aber ich dachte, das ist etwas, das man entweder hat oder nicht.“ Charisma als eine von der Natur ungerecht verteilte Gabe.

Das sei Unsinn. Man könne seine Ausstrahlung trainieren und verbessern. Davon ist sie – schon von Berufs wegen – überzeugt. Ihre besten Tipps wollen wir Ihnen deshalb heute vorstellen. 8 Tipps, wie Sie charismatischer werden …

Charismatischer werden: 8 Tipps

  1. Locker machen

    „Es ist ein Mythos, dass man gut aussehen muss, um charismatisch zu sein“, schreibt Olivia Fox Cabane in ihrem Buch „Das Charisma-Geheimnis“. „Unzählige charismatische Persönlichkeiten entsprachen bei Weitem nicht den gängigen Schönheitsidealen. Churchill galt nicht wirklich als attraktiv und war erst recht nicht für seinen Sex-Appeal bekannt. Und trotzdem war er einer der einflussreichsten und mächtigsten Führungspersönlichkeiten in der Geschichte.“ Daher: Optik nicht überbewerten.

  2. Präsenz zeigen

    Ablenkung gehört zu den großen Geißeln der Gegenwart. Das Handy klingelt, in der Facebook-Timeline tut sich was, der TV-Bildschirm flimmert unentwegt im Hintergrund – eine kurze Aufmerksamkeitsspanne ist Gift, wenn Sie sich auf Ihren Gesprächspartner konzentrieren wollen. Wie Sie fokussiert bleiben, erklärt Fox: „Versuchen Sie, wenn Sie sich das nächste Mal mit jemandem unterhalten, in regelmäßigen Abständen zu überprüfen, ob Sie geistig noch bei der Sache oder mit Ihren Gedanken schon ganz woanders sind (das beinhaltet auch die gedankliche Vorbereitung Ihres nächsten Satzes).“ Indem man sich für nur eine Sekunde auf die Atmung und die Zehen (!) konzentriert und unmittelbar danach wieder auf die andere Person, könne man sich wieder sammeln und Präsenz herstellen.

  3. Hand geben

    Ein Handschlag mit der schlappen Flosse, auf englisch: der „Dead Fish Handshake“, wirkt unentschlossen und schwach. In jedem Fall vermeiden. Der perfekte Handschlag beinhaltet laut Fox: Rechte Hand vorab freihalten, aufstehen, Augenkontakt herstellen und lächeln (aber nicht zu übereifrig, das wirkt gekünstelt). Außerdem den Kopf gerade halten, die Hand ebenso (Handfläche sollte also weder nach oben noch nach unten zeigen) und die Hand des Gegenübers umschlingen – ähnlich wie bei einer Umarmung. Einige ihrer Klienten, so Fox, „berichteten mit Staunen, was ein guter Handschlag ausmachen würde.“

  4. Kleinigkeiten beherzigen

    Man müsse sich nicht verstellen oder gar versuchen, die eigene Persönlichkeit abzulegen und in eine neue zu schlüpfen, schreibt Fox. Die Erlernung einiger wichtiger Skills reiche völlig aus. Zum Beispiel diese: Senken Sie die Stimme am Ende des Satzes. Nicken Sie, während Sie zuhören, aber nicht so schnell und nicht so häufig. Machen Sie eine Pause von zwei Sekunden, bevor Sie etwas sagen. Et voilà, allein dadurch ist Ihr Auftreten auf einen Schlag deutlich charismatischer als zuvor.

  5. Richtig zuhören

    Als Paradebeispiel führt die Autorin John F. Kennedy an, der ein exzellenter Zuhörer gewesen sein soll. Einer, der seinen Gesprächspartnern das Gefühl gab, „ganz bei ihnen zu sein“. Aber: Gute Zuhörer zeichnen sich keineswegs nur dadurch aus, dass sie den anderen stets ausreden zu lassen. „Selbst wenn sie in Gedanken nur damit beschäftigt sind, was Sie als Nächstes sagen wollen, steht Ihnen die Geistesabwesenheit ins Gesicht geschrieben.“ Gute Zuhörer mache erstens aus, dass sie den Gesprächspartner nicht unterbrechen. Dass sie sich zweitens selbst aber unterbrechen lassen, während sie reden und dem Unterbrecher nicht das Gefühl geben, er hätte etwas Falsches gemacht. Und dass sie drittens eine Pause machen, bevor Sie antworten. Das signalisiere, dass man das Gesagte auch wirklich verarbeitet hat.

  6. Stil finden

    Der Führungsstil muss immer auch von Ihrer Persönlichkeit abhängen. Es gebe unterschiedliche Charisma-Typen; solche, die auf Autorität beruhen oder auf Güte, Fokus oder visionärem Weitblick. „Die meisten verbinden Charisma mit überlebensgroßen Persönlichkeiten“, schreibt Fox. Bill Gates aber ist zum Beispiel weder besonders attraktiv noch athletisch, vielmehr unauffällig und von seinem Habitus ein typischer Nerd. „Falls Sie unter Charisma verstehen, dass sich alle Augen auf Sie richten, sobald Sie den Raum betreten, dann ist Bill nicht ihr Mann. Falls Sie eher an die Fähigkeit denken, auf Menschen anziehend zu wirken, und sie auf das, was Sie zu sagen haben, neugierig zu machen, dann ist Bill genau Ihr Mann.“

  7. Sitzordnung einhalten

    Tische trennen – Menschen, die sich gegenüber sitzen, streiten kontroverser, erinnern sich weniger an Gesagtes und reden in kürzeren Sätzen, so Fox. Achten Sie also darauf, wo und neben wem Sie sitzen. Wenn Sie eine Konfrontation mit jemandem vermeiden wollen, setzen Sie sich direkt neben ihn oder sie in eine Reihe – und nicht gegenüber. Für das größte Wohlbefinden sorgt demnach ein Winkel von 90 Grad. Und: Wollen Sie jemandem ein gutes Gefühl vermitteln – zum Beispiel im Vorstellungsgespräch – platzieren Sie ihn nicht mit dem Rücken zum offenen Raum hin. Das macht nervös.

  8. Gespräch beenden

    Der erste Eindruck zählt, der letzte allerdings auch. „Je charismatischer Sie werden, desto schwerer wird es für Sie, Ihren neuen Fans wieder zu entkommen“, so Fox. Grundsätzliche solle man nicht zu lange damit warten, wenn man ein Gespräch zum Abschluss bringen will, sonst könne es unangenehm werden. Eine elegante Lösung sei, dem anderen dabei etwas von Wert anzubieten. Man könne etwa einen interessanten Kontakt vermitteln oder einen spannenden Artikel zum jeweiligen Thema empfehlen. „Sie werden auf diese Weise beim Abschied den Eindruck von Großzügigkeit hinterlassen.“

Quelle: http://www.xing-news.com/reader/news/articles/298823?top_articles_id=30207&xng_share_origin=iphone

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