Wie die Unternehmenskultur der Mitarbeiterbindung im Weg stehen kann

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Talente machen ihren Job nicht allein für Geld. Dieser Weg mag zwar bequemer sein, führt jedoch nicht zum erwünschten Ziel. Klar kann man versuchen, seine Mitarbeiter mit zusätzlichen Zahlungen zu binden, aber wenn die Unternehmenskultur nicht stimmt, machen ein paar Scheine mehr keinen Unterschied bei der Zufriedenheit der Mitarbeiter.

Trotz der Erkenntnis vieler Unternehmen, dass die Unternehmenskultur darauf ausgerichtet sein sollte, Mitarbeiter zu binden, werden gerade hier immer wieder Fehler gemacht, die dazu führen, dass wichtige Mitarbeiter gehen, anstatt zu bleiben. Die beiden häufigsten Fehler dabei sind:

  1. Ausschließliches Belohnen von Ergebnissen

    Sicher, Ergebnisse sind wichtig. Daran werden Manager wie Mitarbeiter gemessen. Kosten verursachen kann schließlich jeder. Aber es gibt Projekte, die ziehen sich wie Kaugummi oder sind von vorne herein langfristig angelegt. Bis man dafür die Ernte einfahren kann, Erfolge sieht und quantifizieren kann, dauert es also eine Weile.

    Wer nur auf Ergebnisse fokussiert und auch nur diese belohnt, verliert zwangsläufig den Prozess aus dem Blick. Und der ist nicht minder wertvoll. Denn seien wir ehrlich: Die meisten Projekte entwickeln sich nicht nach Plan, sondern müssen immer wieder angepasst, verfeinert und verbessert werden. Diese Mühen sieht hinterher zwar keiner, geleistet wurden sie aber trotzdem – und zwar von jenen Talenten, die sich die ganze Zeit diszipliniert und unter nicht nachlassendem Engagement reingehängt haben. Auch das sollte honoriert werden – währenddessen, nicht erst am Ende. Sonst wächst der Frust und das Gefühl, gar nicht die Anerkennung zu bekommen, die angemessen ist.

  2. Fördern einer Superstar-Kultur

    In jedem Team gibt es Kollegen, die ein bisschen mehr herausstechen: oft, weil sie extrovertierter sind als andere; häufig, weil sie sich besser verkaufen; manchmal, weil sie tatsächlich mehr leisten als der Rest. Klammert man die im Einzelfall vorkommende Ungerechtigkeit aus, so treibt es dennoch jeden begabten Mitarbeiter früher oder später aus dem Unternehmen, wenn er oder sie generell das Gefühl hat, es regiert dabei die pure Vetternwirtschaft.

    Bitte nicht falsch verstehen: Alle Mitarbeiter gleich zu behandeln, wäre genauso falsch und demotiviert nachweislich (weil sich Mehrleistung dann ganz offenbar nicht lohnt). Wer aber den Eindruck hat, die wenigen Stars stehen schon vorher fest – unabhängig von den Erfolgen -, der wird bald das Weite suchen. Wer will schon zum Klatschvieh für einen zementierten Starzirkel degradiert werden?

 

Quelle: http://www.xing-news.com/reader/news/articles/304985?newsletter_id=13678&xng_share_origin=email

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