Wie Sie die Produktivität in Ihrem Unternehmen in 3 einfachen Schritten steigern

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Wenn die Mitarbeiter doch nur mehr schaffen würden. Was für schöne Zahlen könnte man erreichen? Wie schön könnte das Leben als Unternehmer doch sein, wenn die Zahlen nur etwas weiter über der Kostendeckungsgrenze schweben würden. Wenn Sie das kennen, dann habe ich was für Sie.

Kennen Sie das Parkinson-Prinzip? (Wirtschaft, nicht Medizin, ok?)

Nach diesem Prinzip nimmt die Arbeit immer die Zeit in Anspruch, die zur Verfügung steht. Wenn es also wenig zu tun gibt, dann braucht man einfach länger und füllt den Tag mit weniger Arbeit, indem man langsamer arbeitet. Wenn es mehr zu tun gibt, dann steigt die Schlagzahl und man arbeitet einfach konzentrierter und schneller. Das kennen Sie vielleicht von Ihren Untergebenen, wenn Sie ehrlich sind, dann ist Ihnen das auch schon passiert. So sind Menschen nun mal. Aber wie bringen wir einen Menschen dazu, mehr in weniger Zeit zu schaffen? Indem wir eine Win-Win-Situation daraus machen.

Schritt 1:

Messen Sie, wie viel Zeit eine Tätigkeit durchschnittlich in Anspruch nimmt und geben Sie Ihren Mitarbeitern ein entsprechendes Arbeitspensum. Alle sollte gemessen werden. Was nicht gemessen wird, kann nicht kontrolliert werden. Was gemessen wird, wird auch gemanagt, wie Peter Drucker schreibt.

Wer schneller fertig wird, kann früher nach Hause gehen. Wer das Pensum nicht schafft, fällt immer weiter zurück und wird gecoacht, um in Zukunft mehr zu schaffen. Ein persönliches Gespräch offenbart oft, dass der Mitarbeiter in dieser Position einfach fehlbesetzt ist und an anderer Stelle deutlich mehr leisten könnte.

Ihr Vorteil ist, dass jetzt niemand mehr trödelt. Sie bekommen zunächst zwar nicht mehr, aber Sie bekommen alles schneller und präzisere Arbeit. Es geht jetzt immerhin nicht mehr nur um die Zeit des Unternehmens. Jetzt geht es um die Freizeit der Mitarbeiter. Mit dieser einfachen Maßnahme haben Sie Ihre Mitarbeiter zum Teilhaber gemacht. Sie arbeiten nicht mehr aus Zwang auf Zeit, sondern sehen, dass Leistung und Produktivität belohnt werden.

Schritt 2:

Werten Sie aus, wie Ihre Mitarbeiter es geschafft haben, schneller zu werden. Ein Punkt wird sein, dass das Trödeln abgestellt wurde. Ein anderer wird ein neuer Workflow oder Teamarbeit sein. Oft tun sich ein paar Kollegen zusammen und teilen ihre Aufgaben sinnvoller auf.

Beispiel: Stellen Sie sich vor, in einer Abteilung müssen viele Berichte geschrieben werden. Einer ist sehr eloquent und kann diese Berichte einfach so runterdiktieren. Das läuft dann über eine Diktiersoftware und ein Kollege verbessert die Fehler der Software in Echtzeit, während der andere noch spricht. Zeitersparnis 50 %.

Oft minimieren die Mitarbeiter auch das Switching – also das Umschalten von einer Aufgabe zur anderen – und die ganze Gruppe erreicht eine Produktivität, die sie allein nicht erreichen könnten.

Werten Sie diese neuen Methoden aus, berechnen Sie die Steigerung der Produktivität und machen Sie diese Informationen den anderen zugänglich. Loben Sie die produktivsten Teams dafür und bitten Sie sie, ihren Workflow den anderen vorzustellen. Dann geben Sie öffentlich eine Prämie – ein Urlaub für das ganze Team im Winter auf die Bahamas wäre eine Möglichkeit. In den meisten Fällen bringen Geldprämien weniger, da das Geld oft nur eine Zahl ist, die auf dem Konto auftaucht und schnell wieder vergessen ist, oder wollen Sie das Gehalt ihrer Leute verdoppeln? Erholung in der Sonne für das Gewinnerteam, wenn es zuhause Minusgrade hat und grau ist, könnte deutlich mehr bringen. Vielleicht kommen sie ja auch mit neuen Ideen zurück, wie man es noch besser machen kann.

Schritt 3:

Jetzt wiederholen Sie die Prozedur. Sie haben Sie einen starken Anreiz geschaffen, dass Ihre Mitarbeiter früher nach hause gehen können und die Chance auf Extraurlaub haben. Um die Sache frisch zu halten, können Sie wöchentlich oder monatlich eine Rangliste veröffentlichen, welches Team wie viel schafft. Sie werden sich wundern, was der Teamgedanke bewirkt. Ein Anstieg der Produktivität um 100 % ist dabei keine Seltenheit. Es braucht Sie also nicht zu wundern, wenn Ihre Mitarbeiter nach einem Jahr schon mittags heimgehen und nachmittags keiner mehr im Büro ist.

Achtung!

Damit diese Prozedur funktioniert, sollten Sie aber auch kooperieren. Wenn Ihre Mitarbeiter Prozesse ändern oder bestimmte Prozessen anders miteinander synchronisieren wollen, sollten Sie ihnen auf keinen Fall Steine in den Weg legen. Wenn Sie Anreize schaffen und gleichzeitig Beschränkungen aufstellen, die Ihre Mitarbeiter daran hindern, ihr Potenzial auszuschöpfen, dann machen Sie damit alles zunichte.

Sie vermitteln ihnen damit, dass ihre Bemühungen sinnlos sind und nicht wertgeschätzt werden. Zusätzlich schaden Sie damit sich selbst und vermitteln den Eindruck so geizig und stur zu sein, dass Sie sich ins eigene Fleisch schneiden, nur um die anderen nicht früher gehen zu lassen. Das frustriert Ihre Leute nur unnötig und sie werden weniger leisten als zuvor.

Üben Sie niemals Druck oder Zwang aus. Wenn Sie Ihren Mitarbeitern das aufzwingen, was Sie wollen, werden sie nur widerwillig und „zwangsweise“ kooperieren. Zwang zerstört den Spaß an Sache und die Kreativität, mit deren Hilfe Ihre Mitarbeiter ihre Produktivität selbstständig steigern sollen.

(by Wolfgang Steinhauer; ws@verbalathletes.com)
Quelle: https://www.linkedin.com/pulse/wie-sie-die-produktivit%C3%A4t-ihrem-unternehmen-3-wolfgang-steinhauer?trk=eml-b2_content_ecosystem_digest-recommended_articles-78-null&midToken=AQG7B1aTLQ-TyA&fromEmail=fromEmail&ut=0urbCotWRjO7s1

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